150 Jahre FF Markt Titting

Die Freiwillige Feuerwehr Markt Titting konnte am vergangenen Wochenende mit einem gelungenen Fest ihr 150-jähriges Vereinsjubiläum feiern.

Für den Freitag hatte sich der Festausschuss eine Besonderheit einfallen lassen. Mit dem „AnLouderRauschen“ wurde ein bayerisches „Festzeltival“ auf die Beine gestellt, das es so bisher noch nicht gegeben hat. Den Anfang machten um 18 Uhr „Die Andern“, ein junger Trupp Musiker aus Eichstätt und Umgebung. Sie sorgten für schwungvolle Musik zur Brotzeit. Nachdem alle gestärkt waren und schon eine heitere Stimmung im ausverkauften Festzelt war, folgten „The Heimatdamisch“ mit ihrer bayerischen Interpretation internationaler Rockmusik. Besonders bei den Soloeinlagen des Drummers der Bananafishbones, Florian Rein, ging das Publikum mit und war begeistert. Direkt im Anschluss traten die Blechbixn auf. Die vier jungen Frauen aus Landshut und Umgebung hielten mit ihrer Musik die Stimmung im Zelt am Kochen und sorgten für eine tolle Unterhaltung. Den Abschluss bildete „Lenze & de Buam“. Bis nach Mitternacht heizten sie den Besuchern im Zelt nochmal richtig ein und sorgten so für einen gelungenen Auftakt des Jubiläumswochenendes.

Der Samstag begann mit dem Totengedenken auf dem Tittinger Friedhof. Zusammen mit Ortspfarrer Johannes Trollmann und musikalisch umrahmt von der Blaskapelle Petersbuch gedachte der Jubelverein seiner verstorbenen Mitglieder. Festleiter Johannes Puchtler erinnerte dabei an die Grundtugenden der Feuerwehr Pflichtbewusstsein, Treue, Verlässlichkeit, Zusammenhalt und Vertrauen – Werte, die heute mindestens so wichtig sind, wie sie in der gesamten Vereinsgeschichte der Tittinger Wehr bedeutend waren und gepflegt wurden. Nach der Kranzniederlegung und den Gebeten stellte sich der Festzug zum Marsch ins Festzelt auf. Dort warteten schon zahlreiche Vereine aus nah und fern auf den Jubelverein.

Beim offiziellen Teil des Festes folgten Grußworte von Schirmherr Michael Gutmann und des Bürgermeisters Andreas Brigl sowie Ehrungen der aktiven Feuerwehrkameraden. Dabei wurde eine stattliche Zahl von Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern für jeweils 10, 20, 25 oder gar 30 Jahre aktive Dienstzeit von Kreisbrandinspektor Wolfgang Forster, Kommandant Wolfgang Wiesent und Bürgermeister Brigl geehrt. Zudem wurde an die Gründung der Jugendfeuerwehr vor 25 Jahren durch den damaligen Kommandanten Reiner Satzinger sowie seinen Vertreter Martin Pfaller erinnert. Nach dem Festakt sorgten die „Gipfelstürmer“ für ausgelassene Partystimmung bis tief in die Nacht hinein.

Am Festsonntag traf man sich bereits
bereits um 9 Uhr an der Pfarrkirche St. Michael zum Abholen des Patenvereins aus Erkertshofen. Zusammen mit Pfarrer Johannes Trollmann, seinen Ministranten und einigen anderen Vereinen zog der Jubelverein mit seinen Festdamen und dem Patenverein zum Festgelände zwischen Mühlbach und Anlauter. Beim Festgottesdienst im bereits gut gefüllten Festzelt ging Trollmann auf den Leitspruch der Feuerwehr „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ ein: „Das Wirken der Feuerwehr ist ein freiwilliger Dienst für die Gemeinschaft. Alle Feuerwehrfrauen und -männer zeigen damit Bürgersinn und Nächstenliebe. Dazu braucht es Disziplin, Bereitschaft zum Opfer und Verzichten sowie viel Selbstlosigkeit. Nur so funktioniert ein reibungsloser Ablauf am Einsatzort. “ Diese Grundtugenden seien aber nicht nur für alle Feuerwehrkameraden wichtig, sie sind auch Weg- und Lebensweisung für alle Christen, so Pfarrer Trollmann in seiner Predigt. Er segnete auch die frisch renovierte Fahne der Jubelwehr. An der Gestaltung des Gottesdienstes wirkten zudem die Festdamen mit, ob bei der Lesung, dem Vortragen der Fürbitten oder dem Gabengang.

Nach der Übergabe der Patengeschenke und der Mittagspause stellten sich die Vereine zum Festzug durch das festlich geschmückte Titting auf. Angeführt vom Jubelverein mit seinen hübschen Festdamen zogen weit über hundert Vereine durch die Ortschaft. Dort wurden sie von zahlreichen Zuschauern herzlich begrüßt und mit viel Applaus bedacht. Wieder am Festgelände angekommen, wurde jeder Verein unter der musikalischen Begleitung der Oktoberfestkapelle „Rainer Hernek & die Ludwig Thoma Musikanten“ und im Spalier der Festdamen ins Festzelt gespielt und dort von Festleiter Johannes Puchtler begrüßt. Nach den Grußworten von Landrat Anton Knapp, Bürgermeister Andreas Brigl sowie Kreisbrandrat Martin Lackner dauerte das Vereinsjubiläum auch am letzten Abend bis tief in die Nacht.

Siehe auch ein Nachbericht in der lokalen Zeitung unter:

https://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Rauschendes-Jubilaeumsfest;art575,4201179

oder einem kurzem Video über das AnLOUDER rauschen FestZeltival am Freitag bei intv unter:

https://www.intv.de/mediathek/video/150-jahre-feuerwehr-in-titting/

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